Sonntag, 18. Oktober 2009

Rückreise

Die Taschen sind gepackt, das letzte Mahl ist vertilgt und das Bargeld ausgegeben - morgen früh geht es zurück nach Deutschland.

Bevor wir morgen früh unser letztes "Iraishimase" (willkommen) hören werden, haben wir noch die letzte Japanstimmung eingefangen.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Freitag, 16. Oktober 2009

Zurück nach Tokyo

Wir sind wieder in Tokyo. Das Hotel ist wieder dasselbe. Also kein Stress mit Suchen... wir waren noch kurz im zweiten Miyamoto-Laden.

Die zwei Tage auf Sado waren doch etwas knapp bemessen. Wir hatten viele nette Begegnungen - Hauptsächlich mit Japanern, die ihr Englisch etwas praktizieren wollten. Das schönste Gespräch war auf der Rundreise.

Ein Mann, etwas älter als wir, sprach uns an, als wir auf dem Oberdeck waren. Wir waren dort die einzigen Reisenden. Er machte uns mit seiner Verlobten und deren kleinen Hund Kumo (Bär) bekannt. Es stellte sich heraus, dass die beiden Bio-Reisbauern auf Sado sind. Das war natürlich das Stichwort!

Wir verbrachten die gesamte Fahrt zusammen und lernten vieles über Reis. Z.B. dass ein Hektar pro Jahr einen Ertrag von 4 Tonnen Reis bringt und 200 Familien damit über die Runden kommen. Die beiden sind allerdings nicht die klassischen Reisbauern, sondern eher Aussteigertypen (sie war z.B. Englischlehrerin). Auf jeden Fall lieben sie ihren neuen Beruf, und dass obwohl es viel Arbeit für wenig Geld bedeutet.

Für unsere nächste Sado-Reise haben wir eine Einladung bei ihnen zu wohnen.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Kodo Taiko Center

Ein kurzer Gruß vom Kodo Taiko Center. Neben Taiko gibt es auch WLAN...

(Vom Telefon aus verschickt.)

Montag, 12. Oktober 2009

Von Miyake nach Sado

So, das Miyake-Trainingcamp liegt hinter uns. Was uns bleibt ist der Muskelkater, blaue Flecken auf der rechten Schulter, kaputte Haende und ein unvergessliches Erlebnis.

2 Mal 6,5 Stunden Miyake pur von Trommlern von der Insel. Sie haben uns abends ein Video von ihrem Miyake-Matsuri gezeigt - die reine Magie.

Ihre Bewegungen sind voellig anders als unsere. Also durften wir Miyake ein zweites Mal lernen. Das war eine Herausforderung! Wir haben viele Techniken gelernt, die wir auch bei uns anwenden koennen.

Es war wirklich sehr nett. Uebernachtet haben wir in grossen Tatami-Raeumen mit jeweils etwa 10 Personen. Jungs und Maedchen getrennt versteht sich. Die Teilnehmer waren ungefaehr zwischen 6 und 70 Jahre alt. Das passte, denn die Leute waren richtig gut! Der aelteste Teilnehmer hatte den rechten Arm im Gips und hat nur die linken Schlaege gespielt - sowohl beim Pattern als auch bei der Begleitung. Dass muss man gesehen haben...

Morgen geht es nach Sado!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Auf geht's...

Zum 2-tägigen Miyake-Workshop in Nagano. Wir sind ganz aufgeregt...

(Vom Telefon aus verschickt.)

Freitag, 9. Oktober 2009

Taifun

In unserer letzten Nacht in Kyoto wackelten die Scheiben schon ziemlich kraeftig, als wir hoerten, ein Taifun sei auf dem Anmarsch. Bei unserer Abreise war auf dem Bahnhof Kyoto mittelmaessiges Chaos. Shinkansen mit 40min Minuten Verspaetung sind schon was Besonderes. Unser Zug nach Nagoya legte sogar puenktlich ab. Dort erfuhren wir leider, dass der Bahnverkehr nach Takayama komplett eingestellt wurde. Schade...

Wir hatten schon irres Glueck, dass wir fuer die 50km nach Gifu eine Bimmelbahn bekamen - 90min stehen... Den Rest der Strecke legten wir mit dem Bus zurueck. Alles besser, als irgendwo ausserplanmaessig zu uebernachten. Und so erreichten wir mit knapp 4std Verspaetung Takayama. Im Prospekt lasen wir, dass das Festival bei Regen ausfaellt. Der Himmel war wolkenverhangen...

Als wir heute morgen aufwachten war bestes Wetter, allerdings ist es in den Bergen merklich kaelter. Wir schauten uns das Fest-Ritual im Schrein an und wie die Yatai-Wagen bereitgestellt wurden. Und wir flanierten ueber die Fressmeile. Das Bekannteste war Bratwurst auf dem Staebchenspiess!

Um 18 Uhr begann dann das Nachtfest. Die Umzugswagen waren vollbehaengt mit Laternen und wurden durch die engen Gassen bewegt. Eine Tanzgruppe fuehrte die Prozession an. Wir haben viele schoene Bilder gemacht. Leider hat dieser PC keinen USB-Eingang - Bilder werden nachgereicht.

Morgen geht es weiter nach Matsumoto, wo wir nur eine Nacht bleiben. Dann gehts nach Nagano zum Trommeln! Wir koennen es gar nicht erwarten, die Stoecke selbst in die Hand zu nehmen

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Vom Ujigawa, Regenschirmen und Rehen


Taraaaaaaaa - also, so sieht er aus der Ujigawa - der Fluss, der durch die Stadt Uji fliesst. Uji ist u.a. fuer seinen Tee bekannt. Die Zugfahrt fuehrte durch die Reisfelder. Der Fluss hat einige Stromschnellen und mehrere Reiher und Kormorane waren auf der Jagd. Da muessen die Fische schon einige Haken schlagen, um ueber den Tag zu kommen...

Haiku -
Ein Schirm im Regen
Das Rad bleibt trocken
Sein Fahrer geniesst den Tee

Nach dem Stillleben ein dynamischer Rehkampf in Nara. Wenn man ihnen etwas zu fressen gibt, werden sie aufdringlich - wozu ein Regenschirm so alles gut ist. Morgen frueh geht es weiter nach Takayama zum Herbstfestival. Zeitgleich hat sich ein Taifun angekuendigt. Es wird nicht langweilig.

Dienstag, 6. Oktober 2009

(Un-)wirkliche Welt


Der Tag begann mit einer Busfahrt zum Kiyomizodera Tempel, der auf Stelzen steht. Zwar hatten wir schon gehoert, dass man im Bus vorne beim Aussteigen bezahlt, aber nicht, dass man passende Muenzen dabeihaben muss. Per Zufall passte es so grade. Beim Tempel war Einiges los, aber die Rushhour begann erst als wir wieder gingen. Auch hier wurden wir von Schulkindern in Englisch interviewt und zu einer Fotosession gebeten, was sehr lustig war.


Unser Weg fuehrte uns dann durch den angrenzenden historischen Stadtteil, der so schoen ist, als waere es eine Filmkulisse. Manchmal erwartet man ein Schild wie "Vielen Dank, dass sie Disneyland besuchen". Durch einen Toreingang sahen wir einen schoenen Garten mit angrenzenden Cafe. Wir entschlossen uns bei einem Tee den Blick auf den Garten zu geniessen. Das Cafe stellte sich als Restaurant heraus, und beim Blick auf die Speisekarte aenderten wir unseren Plan und goennten uns ein dreiteiliges Menue mit Nudeln, Tempura und Sushi - es war sagenhaft. Die Bedienung trug Kimono und wir wurden am Ende nicht nur zur Tuer geleitet, nicht nur zum Eingang gebracht sondern es gab noch ein froehliches Gewinke bis wir an der naechsten Ecke verschwunden waren. Haetten wir es nicht selbst erlebt, wir wuerden es nicht glauben.


Ein Abstecher im Bambuswald und der Besuch eines Marktes rundeten den Tag ab.


Montag, 5. Oktober 2009

Reiskekse in Kyoto


Erstmal ein kleiner Nachtrag. Fuer die letzten beiden Artikel habe ich gerade die fehlenden Fotos hochgeladen. Das hat vom Telefon aus nicht funktioniert.

Traraaaaa...ich habe jetzt eine Fahrerlaubnis fuer Japan! Das Ganze hat zwar eine Stunde gedauert, aber anschliessend konnten wir mit unserem Kyoto Rundgang beginnen. Zuerst schlugen wir uns durch den Stadtdschungel bis zum Philosophenweg durch. Dort besuchten wir u.a. den Silbernen Pavillon, der gar nicht silbern ist aber einen wunderschoenen Garten hat.

Der Weg selber fuehrt an einem kleinen Bach entlang, der gerade sehr wenig Wasser hat. Darin schwammen riesige Koikarpfen umher, die teilweise schon gar nicht mehr ganz untertauchen konnten bei der Groesse und dem wenigen Wasser. Ein alter Mann auf einem Fahrrad bot uns dann bemalte Steine zum Kauf an.

Er freute sich riesig, dass wir ihm einen Stein abkauften und gab uns noch Reiskekse dazu. REISKEKSE!!! Omochio!!! Was ist dann wohl passiert??? Aus Dank dafuer performte Katja sofort die Reiskekspresse! Das fuehrte zur grossen Belustigung des Mannes, der wohl seinen Augen nicht traute und endete in dem Bild oben.

Auf dem Rueckweg kamen wir durch das Geisha Viertel Gion und bekamen auch wirklich Geishas und Maikos zu Gesicht. Ein grosser dicker Mann sprang vor eine der Frauen und knipste sie aus wenigen Centimeter Entfernung. Ein Amerikaner, ganz klar. Aber nein, als er sich umdrehte guckte uns ein Asiate an! In der Geishastrasse wiederholten sich solche Szenen leider. Da war es mit der japanischen Hoeflichkeit leider vorbei.

Sonntag, 4. Oktober 2009

O-Bento


Wir sitzen gerade im Shinkansen Schnellzug nach Kyoto und haben unsere erste O-Bentobox verdrückt. Zwar kann man beim Kauf in Musterboxen sehen, aber erst ein Biss in ein unbekanntes Essensobjekt bringt Gewissheit darüber, was es genau ist - immer wieder spannend. Auch für die Boxen gilt; man bekommt was für sein Geld.

Will man zur Abwechslung mal viel Geld ausgeben, kann man z.B. zu einem westlichen Brunch gehen, wo man für 5 Euro einen Kaffee und für 15 Euro ein Lachsbagel mit Beilage bekommt.

Nach dem Brunch hieß es 'goodbye' zu sagen zu unserer persönlichen Tokyoexpertin Katja D., die zurück nach Seoul zum Arbeiten muss. Schön, dass das Wiedersehen geklappt hat. VIELEN DANK an Katja!

Zum Abschluss von Tokyo Teil 1 gingen wir auf einen Flohmarkt - Tip von Peter. Wirklich toll - nur das 20kg Gepäcklimit bremste unsere Kauflaune.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Facetten




Der Tag begann damit, dass wir den zweiten Miyamoto Laden nicht gleich gefunden haben. Zwar sind wir direkt daran vorbeigegangen, aber bei runtergelassenen Rolltoren haben wir es nicht gemerkt - Samstag geschlossen...

Mit unserem ersten Taxi ging es in den benachbarten Stadtteil Ueno. Die Taxis sind gemütlich altmodisch und haben eine Tür die sich automatisch öffnet. Nach einem westlichen Frühstück in einem unterirdischen Raum bewunderten wir u.a. den Ueno Park mit seinem Meer von Lotusblumen.

Anschließend ging es nach Shinjuku, dem Stadtteil mit den höchsten Gebäuden (da erdbebensicher). Aus dem 45. Stock des Rathauses hatten wir ein Bild auf die gigantische Stadt. Solche Bilder kannte ich nur aus einem Science Fiction.

Noch eine kleine Anmerkung zum Essen. Es ist sehr gut und die Preise sind mehr als fair. Kaum sitzt man am Tisch wird eine kostenlose Karaffe Wasser gereicht.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Freitag, 2. Oktober 2009

Tokio

Gestern Abend sind wir in Tokio angekommen. Zuvor haben wir noch schöne Stunden in Nikko verbracht. Unserer Herbergsfamilie haben wir zum Dank unser erstes Reisemitbringsel übergeben - ein Buddelschiff.

Die Zugfahrt nach Tokio fühle sich schon erheblich vertrauter an. Das Gefühl legte sich, als wir uns von dem wuseligen Bahnhof Asakusa zu unserem Hotel durchschlagen mussetn. Spät am Abend erreichte auch Katja Dommers (Taiko Kollegin aus Berlin) das Hotel, um mit uns die Tage in Tokio zu verbringen.

Der Tag begann recht schlecht mit Regen. Das Wetter wurde noch unter unterboten von einer Milchsuppe bei Starbucks, die die Latte nennen, und ich statt eines normalen Kaffees bekam.

Anschließend ging es zum Trommelbauer Miyamoto. Dort probierten wir 1000 Sachen aus und deckten uns mit Schuhen und Stöcken ein. Unsere Sachen hatten wir nicht mitgenommen - man geht ja auch nicht mit einer Flasche Bier in die Kneipe. Beeindruckend waren die Taikopreise. Da steht man auf einmal vor einer Trommeln, die etwas größer als die eigenen ist und 10000 Euro kostet. Ich musste den Yen-Wert zur Bestätigung erstmal mit dem Rechner checken. Nach einigen Stunden verließen wir den Laden (mit dem integrierten Trommelmuseeum) mit unseren Einkäufen und mussten ertmal zur Stärkung eine Portion Yaki Soba Nudeln verdrücken.

Morgen geht es zum zweiten Miyamoto Laden...

(Vom Telefon aus verschickt.)

Mittwoch, 30. September 2009

Ni-ko

Nach einem sensationellen Abendessen in unserem Gasthaus, das mit einer Fotosession begann, hätten wir euch fast wieder ein Essensfoto geschickt.

Das würde dann aber so aussehen, als würden wir uns den ganzen Tag hier nur durchfuttern. In Japan sagt man "Sag nicht prächtig bevor du Nikko gesehen hast". Dass sich das auf die Tempelanlage bezieht, wurde uns bei deren Besuch heute sofort klar. Zwar hatten wir den ganzen Tag Nieselregen und Bergwolken, aber für eine Tempelanlage hat das auch einen gewissen Reiz.

Ansonsten geniessen wir hier das einfache Leben. Es gibt viele süße kleine Läden mit ganz lieben Verkäufern - da kann der Minieinkauf für 3 Euro im Supermarkt schon zu einem bleibenden Erlebnis werden.

Morgen haben wir noch bis nachmittags in Nikko und dann geht es nach Tokyo.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Dienstag, 29. September 2009

Tatsächlich angekommen

Zum Flughafen gefahren - nach Paris geflogen - nach Tokyo geflogen und mit 3 Zügen weiter bis Nikko. Und tatsächlich angekommen um 13 Uhr Ortszeit. Da wir während des langen Fluges einigermaßen schlafen konnten, sind wir nach der Ankunft gleich durchgestartet, um die 7 Stunden Zeitunterschied besser wegzustecken.

Wir haben mit unserer Zimmerbuchung Glück und sind in einem kleinen Minshuku gelandet. Egal was man macht - die Leute sind unglaublich freundlich.
Gestärkt haben wir uns in einem Minilokal mit nur 3 Tischen. Die Udon-Nudeln waren superlecker. Die Begeisterung der anderen Gäste sind an den Wänden verewigt.

Nikko kommt uns irgendwie vertraut vor. Ein bisschen wir Schwarzwald - nur mehr Japaner.

(Vom Telefon aus verschickt.)

Montag, 28. September 2009

Los geht's

In wenigen Minuten startet der Bomber nach Paris. Die letzte Chance eine Email loszuschicken.

Freitag, 25. September 2009

13080 kg -

soviel CO2 ensteht für 2 Personen bei einem Hin- und Rückflug von Hamburg nach Tokyo - eine bedenkliche Menge. Im Zeiten des Klimawandels haben wir uns entschieden mit Hilfe von Atmosfair CO2-neutral zu reisen. Für unsere Spende wird woanders die gleich Menge CO2 eingespart.


Mittwoch, 16. September 2009

Ju kyu hach roku - der Countdown läuft

Am Montag den 28. September 2009 beginnt unser Japan-Abenteuer. 3 Wochen lang werden sich Katja und Oliver Land&Leute in Japan anschauen.